Kleine, liebevolle Notiz an mich selbst!

Nach herrlichen 9 Stunden Schlaf in einem ungemütlicher Bett, sitze ich nun mit einem schwarzen Kaffee (Milch gab es im Appartement nicht und ich will ja neue Dinge ausprobieren…hui, das Herzchen hüpft schon…) auf eben diesem (also dem Bett, nicht dem Kaffee)  und lasse den Tag gestern nochmal Revue passieren; meinen ersten Tag der halben Weltreise.

Immer wieder hatte ich gestern das beklemmende Gefühl, mich mal so richtig vor mir selbst rechtfertigen zu müssen: warum ich nach der Ankunft im Hotel nicht gleich raus bin, warum ich ohne Ziel einfach losgestrollt bin, warum ich nicht neugierig in alle Läden reingelaufen und warum ich dann in einem absoluten Touristen-Café gelandet bin, warum ich abends nicht mehr raus bin…

Meine liebe Anke, diese Worte sind an Dich (also mich) gerichtet:

Es ist Deine Reise, your trip, your rules!

Abgesehen davon, dass gestern erst der erste Tag war und alles ganz neu und aufregend und Du Dich wahrscheinlich mit der Zeit eh mehr trauen wirst (oder auch nicht, und dass ist auch sowas von völlig egal), bist Du dabei alleine die (halbe) Weltreise zu erkunden!

Du machst in jeder Stadt und in jedem Urlaub, schon immer, nur das, worauf DU Lust hast und nicht, was touristisch „relevant“ oder ein „Must see“ ist. Dadurch hast Du  viele Orte schon ganz anders kennenlernen dürfen!

Und da Du zu den ambivertierten Menschen gehörst, kannst Du (meist) sehr gut mit ihnen, aber Du kannst auch wunderbar alleine sein!!

Also hab keine Angst, niemanden kennenzulernen, denn Du wirst DICH besser und neu kennenlernen. Alles weiter wird sich zeigen…

Hab keine Angst, auf dieser Reise was zu verpassem, denn Du wirst Deinen Mittelweg zwischen (ängstlicher) Zurückhaltung und gechillt sein finden. Und alles, was Dich auf dieser Reise sonst noch finden soll, dass wird Dich finden, da kannste Dich aber sowas von drauf verlassen!

Und ein bisschen Heimweh, wie gestern Abend…auch das darf sein und zeigt Dir doch, dass Du auf Reisen bist, um was Neues zu entdecken und nicht um dem Zuhause zu entfliehen!

Also kneif die Arschbäckchen zusammen (im absolut liebevollsten  Sinn), sei geduldig und nett zu Dir und genieße, was da kommen mag, und sei es der überteuerte Kuchen gestern im Café New York, in das Du, ohne zu wissen, dass dies ein berühmt, berüchtigtes Touristen-Café ist, hineingeraten bist. Denn schön anzusehen war es ja, das Café.

Also, denk dran und halte daran fest:

„Your trip, your rules“!

🩷🩷🩷

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