Wenn man (Frau) so alleine auf Reisen ist, fallen einem so mancherlei Dinge auf.
Seien es die US-Amerikaner, die sich im Café einen Burger bestellen und sich dann ärgern, dass er nicht so groß wie in den USA ist, oder ihre US-amerikanischen Sitznachbarn, die ihre Getränke nicht ohne Strohhalm trinken wollen. Oder die Ostasiatinnen, die in wunderschönen Kleidern, wunderschönen Bildern gemacht haben und sich einen Nachtisch nur für das perfekte Foto bestellt haben. Das deutsche Pärchen, das flüsternd, in einem betroffenen Ton über das Leben anderer spricht. Das russische Paar, das zum Frühstück um 9:30 Aperol-Spritz bestellt und, als die Karte vom Wind über den Bürgersteig weggeblasen wurde, sich nicht bemüht hat, diese einzufangen.
In mein Pistazien-Croissant beißend stellte ich mir dann die Frage: bin ich auch so ein „Stereotype“? Und da Stereotyp ja nicht an Nationalitäten festgemacht wird, bin ich sicher, auch ich passe „perfekt“ in eine Schublade (oder vielleicht 2 oder 3, dann muss ich mich halt zerteilen)… Ich werde es weiter an mir beobachten!! (Und ich werde kritisch sein)
Nach dem besagten Croissant ging ich in die „Galerie Of Fine Arts“. Kunst, also gemalte, gibt mir ein Spa-, ein Entspannungsgefühl! Wenn ich mir die Bilder anschaue, werden Erinnerungen wach, erlebe ich Dinge erneut, rieche, fühle und höre ich (und das hat nichts mit dem fehlenden Deo des Besuchers neben mir oder der schwaffelnden Gruppe vor dem Gemälde auf der gegenüber liegenden Seite zu tun!!) lang vergessene Geschichten und manchmal habe ich auch das Gefühl schon mehrfach gelebt und ein Déjà-Vu zu haben. Für mich ein perfekter Ort zum Runterfahren und Auftanken!
Danach machte ich die Bekanntschaft mit der Budapester Metro. Eigentlich liebe ich U-Bahn fahren, aber die Metro in Budapest (kann auch sein, dass es nur diese Linie war, mit den anderen bin ich noch nicht gefahren!) ist schon speziell!
Ziemlich kurzer Zug mit abgetrennten Abteilen, die ziemlich schnell ziemlich voll wurden und noch dazu keine digitale Anzeigetafel hatten. Da ich des ungarischen nicht mächtig bin (und das Ableiten von deutschen oder englischen Wörtern hier keinen Sinn ergibt), habe ich meine Finger zum Abzählen der Stationen gebraucht. Glücklicherweise waten es nur 4 Stationen, bei elf wäre es schwierig geworden!
Nach einem leckeren Mittagessen (Pasta Frutti di Mare im „The big fish“) setzte ich mich vollgegessen in die Straßenbahn über die Donau. Jedenfalls denke ich, das es die Donau war… hatte eher was von…Pfütze. Da war nicht soviel Wasser zu sehen…
Auf der anderen Seite, in Buda, angekommen, erklomm (oder „erklommte“ oder „erklimmte“… naja, also soooo hoch war es nun auch wieder nicht) den Hügel zu der Grabstätte des Gül Baba. Wunderschön, terrassen-artig angelegt ging es zum Grab und einem Museum zu Ehren Gül Babas. (Eventuell werde ich das irgendwo noch irgendwann näher erläutern, aber dazu hab ich jetzt keine Zeit und einen neuen Ordner bei WordPress anzulegen, kostet mich jedesmal einen Haufen Haare, die ich mir ausraufe …und soviel Haare hab ich ja eh nicht! Also, wen es interessiert, und es ist in der Tat interessant, der darf „Gül Baba“ gerne nachgoogeln).
Nachdem ich mir abends ein fulminantes Abendessen (Reiscracker mit Erdnussbutter) kredenzte, nahm ich Kontakt mit der Außenwelt auf. In diesem Falle mit meiner lieben Andrea, die ich leider vor meiner Abreise nicht mehr sehen konnte und wir deshalb ausgemacht hatten zu telefonieren. Liebe Andrea: es war sehr schön 😍!
Das war alles gestern und heute… ja von heute berichte ich dann morgen!
Gehabt Euch wohl, meine Lieben, ich muss mich demnächst fertig machen, denn ich habe eine Donau- (Pfützen) Fahrt mit Aperol-Spritz Unlimined gebucht 🥳!
Hinterlasse einen Kommentar