Da war ich also, über 2 Stunden bevor der Wellness-Bereich aufmacht, im schönen Anna-Bad.
Das Thermalbecken („Medizinisches Becken“), 2 Whirlpools und ein kleines Schwimmbad standen mir solange zur Verfügung.
Und das Thermalbecken darf sich von nun an auch „Becken der Hirnbefreiung“ nennen…Es war unglaublich!
Anfangs lag ich in diesem warmen Mineralwasser (also nicht mit Blubberbläschen und so, mit Mineralsstoffen angereichert natürlich) und merkte wie der Kopf, die Gedanken Karussell, Achterbahn, Rutsche und Schaukel zusammen und gleichzeitig fuhren und es war mir nicht möglich abzuschalten, so viel passiert da oben in meinem, voll Eindrücken zugestopften, Hirn.
Gut, dann mal in den Whirlpool, hier waren die Gedanken etwas ruhiger, da das Wasser um mich rum, lauter und bewegter war. Das kann es ja auch nicht sein. Gut, dann nochmal den Pool zu der, nicht ganz so motivierten Physiotherapeutin und den 4 Menschen auf Pool-Nudeln.
Hin-und her und hin-und wieder her geschwommen…Brain meldet sich wieder mehr… Nee, hier ist auch keine Entspannung zu erfahren!
Wieder zurück ins warme Wasser des Thermalbeckens. Wenn schon der Kopf nicht zur Ruhe findet, meiner Schulter tut das Wasser gut. Haaaaach…und dem Knie erst…und der Hüfte!!! Wahrscheinlich bin ich nun in dem Alter angekommen…
Wenn nur der Freizeitpark in meinem Kopf nicht wäre!
Aber wie heißt es so passend und wahr: „Der Versuch, das Leiden zu vermeiden, ist die Wurzel allen Leidens“
Also, nichts mehr versuchen…Ist eh für den Arsch…plantsch, plantsch, plantsch, ochhhh, ist das schön hier… die Decke, die Ruhe, die Atmosphäre, das Wasser, das …aaaahhhhh. .. . ….. .. ….
Mission completed…
Völlig entspannt und relaxt machte ich mich dann gegen 14:00 auf zum Wellnessbereich. Der war aber noch zu, bzw. ein Gitter davor. Also ich, ruhig und gelassen, trotz toplpatschigem hin-und herrutschen in den Badelatschen, in denen ich mir doch etwas albern vorkam, (also vor der Entspannung, jetzt war es mir schnurzpiepe) und die ich mir extra für den Besuch kaufen musste.
(Ich hab so ziemlich alles dabei, in meinem Schrankwandkoffer…aber an Flip Flops hab ich natürlich nicht gedacht -nee, stimmt nicht so ganz: ich hatte sie in der Hand und hab sie wieder ZURÜCK gestellt!!????!!
Also kaufte ich mir, da es Zehensandalen in dem Laden, in dem ich war, nicht gab, „wunderschöne„, rosa Badelatschen mit jeweils einem schwarz-weißen Hund drauf (als Figur, nicht gemalt, versteht sich!) und der Aufschrift „Be you“… wenn schon, dann auch denn schon!)
Der Bademeister öffnete dann das verstellte Tor zum Reich der Wellness.
Glücklicherweise habe ich vorher im Internet gecheckt, wie denn die ungarische Saunakultur ist. Denn das alles nackt rumrennen, wie in Deutschland, ist nicht unbedingt üblich, bzw. eigentlich sogar sehr deutsch.
Angezogen, las ich…puh! Wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ich spitternackt zwischen, mit Augenbrauen hochgezogenen, in Badeklamotten schwitzenden Menschen saß!
Der Wellness-Bereich und die ungewohnten Saunagebräuchen (es wurde „einfach“ Aufgüße gemacht, danach nicht geduscht, sondern 15 Minuten ins Kaltbecken, es gab nur 4 Liegen ohne Auflagen…) kratzen ein wenig an meiner, schwer erthermalbadigten Gelassenheit, so dass ich beschloß: noch einmal Dampfbad und dann zurück ins „Bad des süßen Vergessens“, dem Minerslstoffbecken!
Die Tür des Dampfbades geöffnet, kam mir der Schwall einer heißen, weißen, dicken, undurchdringlichen Nebelswand entgegen, die mich unverzüglich verschluckte und mich in ein wattebauschartigem Nichts aufsaugte.
Das war kein Dampfbad, das war ein Dampfkochtopf!
Ich hatte auch keine Ahnung, ob ich alleine in der heißen Nebelsuppe vor mir hin kochte oder ob da noch andere Insassen waren.
Nach kaltem Abduschen, bin ich nochmal in den Whirlpool, und dieser Pool, der mir beim ersten Betreten vor dem Kochtopf zu heiß vorkam, begann zu tschischen und ich hatte das Gefühl ich sitze im Kältebecken…
Nach einer abschließenden Thermalbadung von 30 Minuten, machte ich mich, völlig erschöpft (im positiven Sinn) auf den Weg ins Hotel und dort blieb ich auch…
Nach einer erholsamen Nacht (natürlich, inklusive intensiver Träume) lief ich zum Bahnhof (mein UBER kam nicht…was ganz Neues).
Da das Buchungssystem der ungarischen Bahn meine Kreditkarten aus irgendeinem Grund nicht mehr mag, setze ich mich in das „3. Klasse“ -Abteil, welches ich dank meines Hungary Passes, ohne Buchung nutzen konnte, fand sogar Platz für mein schwarzes Ungetüm und fuhr gen Cegléd.
Im Taxi in Cegléd war mir schon klar: hier gibt’s nicht viel zu tun, also Zeit, einfach mal auszuruhen und dem Hirn ne Pause zu gönnen.
Vor meiner Apartment-Anlage angekommen, machte ich genau das was mir der Vermieter geschrieben hat: vor das Tor gehen und eine Telefonnummer anrufen.
Nur, dass die Dame an der anderer Seite der Leitung, überhaupt keine Ahnung hatte, warum ich sie anrief. Sie sei von der Firma, die das Buchungsportal für Vermieter betreut.
O.k., dann halt nicht…
Eine andere Telefonnummer gefunden…wieder die gleiche Frau an der Strippe gehabt…
Dann Agonda, über die ich das hier gefunden habe, kontaktierte (war gar nicht leicht da me Nummer zu finden).
Die Dame von Agonda sagte mir, sie werde sich sofort darum kümmern, ansonsten würde in 30 Minuten die Buchung storniert.
… und plötzlich, wie von Geisterhand, ging dieses Tor auf und ich konnte rein…
Warum, wieso, weshalb…Keine Ahnung.
So, dann war ich entspannt drin!
Jetzt hab ich den Anruf, von einem sehr aufgelösten Vermieter bekommen, dass er eine sehr strikt und stenge E-Mail bekommen hätte und ich doch bitte, bitte dafür Sorgen sollte, dass die Informationen, dass ich drinnen bin, an Agoda, bzw. Booking.com weitergeleitet wird.
Was mach ich nicht alles…20 Minuten und 2 vergebliche und ein erfolgreicher Anruf später, hab ich das Aufgetragen erfüllt…bin nun ziemlich entfüllt und der Entschluss einfach nur Auszuruhen wird nun in die Tat umgesetzt!
Ich freue mich nun auf 2 unspektakuläre Tage!!
So…das war’s für heute, morgen wird es (hoffentlich) ein kurzer Blogeintrag!
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