Sunday, sunday…

Durch Hühner und Fliege geweckt (und einem nichtgestellten Wecker, was immer „funktioniert“,wenn ich mal ausschlafen will), sitze ich nun endlich (vorher haben mich irgendwelche Instagram-Reels festhalten) mit meinem 3in1-Kaffee aufrecht im Bett, um etwas Blog zu schreiben. Heute geht es schnell, hier passiert nicht soviel und dabei darf es bitte auch für diesen Sonntag bleiben!

Gestern, nach meinem, doch etwas hakeligen, Einchecken und dem Entschluss „aus dem Koffer zu leben“, da Faulheit und Missmut (im Nachhinein hab ich mich doch sehr über den Ton des Vermieters geärgert. Er schrieb auch zwei Nachrichten, die ich als „zu blöd“ zum Einchecken interpretiert habe… )mich am Auspacken hinderten.

Vielleicht hat Cegléd ja, wie Szeged, seine, noch vor mir versteckten, urban trubeligen Seite!? Mit diesem Gedanken ging ich die menschenleere, dorfähnliche Straße entlang.

Ein kurzes Einwurf bezüglich Fotos:

WordPress macht es mir echt schwer Bilder zu posten! Jeder einzelne Fotoblock hat mich, ungelogen, anderthalb Stunden gekostet (und bei einem war ich so sauer, dass ich zu heulen anfing. Was ich dann dem KI-„Assistenten“ mitteilte, worauf er mir als Antwort Telefonnummer für die Seelsorge schickte…was die Situation, in meinem Fall, nicht verbessert hat – ich bin froh, dass mein Tablet es überlebt hat!) und dann waren die Bilder nicht in der Reihenfolge und nicht richtig gedreht. Dies könne ich nur mit einem Computer richten, wurde mir mitgeteilt. Doch ich hab zwar viel dabei, mein Koffer ist voll, aber einen Computer habe ich nicht im Gepäck – wie auch…ich habe ja auch gar keinen!

Soviel nur dazu, dass ich es mit dem Bilderposten auf dem Blog erstmal lasse…alles andere könnte zu Folgen führen wie: Handy/Tablet zerschmettert, Blutdruck am Limit, Polizeieinsatz wegen hysterischem Schreianfall oder blutende Kopfhaut wegen Haare raufen (würg)!

Wer Bilder sehen möchte: auf Instagram poste ich jeden Tag oder gerne mir ne Nachricht schicken, ich baller Euch dann zu mit Fotos!

Nun aber zurück zu den „Stillen Straßen von Cegléd“:

Es wurde zwar nicht kosmopolitisch, aber ich fand, einmal ums Eck rum, einen Bäcker, bzw. eine Konditorei.

Ich öffnete die Tür und stand erstmal an, an einer riesen Schlange, die auch hinter mir, stehts erweitert wurde.

Ich wollte ein Stück Kuchen vor Ort essen und als ich dran war, sagte ich dieses auch lächelnd. Mein Gegenüber, eine ganz junge Verkäuferin, verlor leider ihr Lächeln und schaute sich, hilfesuchend, nach ihrer älteren Kollegin um. Diese zuckte nur mit den Schultern und war, glaube ich, froh, dass ich nicht ihre Kundin war.

Eine Mitkundin neben mir übersetzte wohl (sie sprach zwar kein Englisch mit mir, aber alles was sie auf ungarisch zu der Verkäuferin sagte, löste deren Verspannung, und wir lachten alle gemeinsam) und so bekam ich, das was ich wollte.

Da hier nichts an Geschäften in der Nähe ist, kaufte ich mir, vorsichtshalber, noch eine Packung selbstgemachter Kekse mit Marmeladenfüllung für’s Frühstück. Dieses Mal verlief die Abhandlung des Geschäftlichen locker und flockig (wenn auch nonverbal, bzw. jede in einer anderen Sprache).

Und da nichts mehr passierte danach, nur noch samstägliches Abhängen und chillen, hör ich nun kurz auf zu schreiben und lasse mir Plätzchen mit einem zweiten 3in1-Kaffee zum Frühstück schmecken!

Die Kekse waren lecker aber so pappen-süß, dass selbst ich nicht viele verfrühstücken konnte (und das will was heißen!)

Vor dem eigentlichen und so richtig vertieften Abchillen, was ich heute, am Sonntag, ja unbedingt vorhatte, wollte ich kurz noch ein paar Dinge erledigen, wie: Taxi per SMS für morgen früh (mit KI-übersetzem Text) bestellen, mich um den späten Check-In in Istanbul kümmern (ich komm mitten in der Nacht an), Einreise-und Zollverfahren für Japan, Anmeldung ausfüllen für mein Airbnb am Flughafen Budapest… was, man mag es kaum glauben, doch länger gedauert hat als geplant und gewünscht. Aber wenigstens hab ich nun alles erledigt…naja, Istanbul ist noch nicht ganz abgehakt, aber darum kümmere ich mich dann ein anderes Mal.

Dann Nägel lackiert, dabei „Sterling Point“ auf Amazon Prime geschaut und nachdem die Nägel trocken waren (was nicht so lange dauerte, da ich sie, mit ausgestreckten Armen und auf Zehenspitzen, vor die Klimaanlage gehalten habe) bekam ich solche Hummeln im Hintern, dass an ein „Nichts tun“ nicht zu denken war (und das von der Meisterin in dieser Disziplin!).

Also angezogen (natürlich war ich noch im Nachtzeug, es sollte ja ein Couchtag+ werden) und los Richtung Zentrum.

Die Straßen, der Sonntag (hat für mich immer was deprimierendes), die Menschenleere…meine Stimmung stieg nicht so ganz in die Richtung, die ich mir erhofft hatte.

Die „Innenstadt“, die ich nach 15 Minuten erreichte, war klein und süß mit vielen Kirchen und auch viel im Jugendstil. Ich setze mich, nachdem ich eine nicht vollgeschissene Bank (keine Angst, nur Vogelkot!) gefunden hatte, in einen Park und schaute so in Googlemaps nach, was denn noch so in der Nähe sei.

Ach siehe an…ein Museum. Warum nicht, ich hab ja Zeit und kann ja, anscheinend, nicht mehr ohne irgendwelchen Input einen Tag verbringen.

Im Kossuth-Museum war ich die einzige Besucherin und dank Gemini, das mir die ganzen, natürlich ungarischen, Texte übersetzte, hab ich tatsächlich einiges Interessante über Stadt, Land und natürlich Lajos Kossuth, den ehemaligen Ministerpräsidenten und Anführer der Ungarischen Unabhängigkeitserhebung gegen Österreich gelernt!

Wie in Budapest gibt es auch hier kleine, asiatische Gemischtwarenläden und so besorgte ich mir neben Wasser noch Chips und einmal Instant-Ramen für mein Abendessen und nun versuche ich endlich das zu tun, was ich schon den ganzen Tag vorhatte …nämlich nichts!

Antwort

  1. Avatar von Der Ex 😉

    Ist ja auch WordPress nicht WordFoto.. gell 😉

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