Auf in die Pusza… oder wenigstens das Tor dazu

Ich habe es dann tatsächlich geschafft, gestern Nachmittag und Abend nichts mehr zu tun, ausser duschen, „Sterling Point“ zu Ende schauen und meinen Instant-Ramen zu essen.

Wobei bei der letzten dieser „Nichts-Aktionen“, mein Körper ganz schon ins Schwitzen geriet, denn der Ramen entwickelte wahre Feuerspuck-Qualitäten und die Lippen fühlten sich an, als ob ich ein Wespennest (inklusive Bewohner) geküsst hätte!

Glücklicherweise hatte ich noch Käse übrig, der sogleich als Löschmittel erfolgreich eingesetzt wurde!

Mein Nachbar, ebenfalls Deutscher, ist sehr laut und deutlich (und das immer) zu hören.

Ob er telefoniert, bzw. video-called, Musik hört oder Fernsehen schaut!

Als ich irgendwann des Abends, wieder vom lautem Fluchen auf Gesang umgestiegen bin, blieb mir der Ton, schlagartig, im Halse stecken, da mir plötzlich bewusst wurde: was in die eine Richtung funktioniert, funktioniert sicher dann auch in die andere…

Nach einer, natürlich traumintensiven Nacht, machte ich mir meinen letzten 3in1-Kaffee, dazu ein Glas abgekochtes Wasser (das Wasser hier erinnert mich, vom Geruch, sehr stark an Sumpf und das Abkochen gibt mir das Gefühl, es wenigstens etwas zu entschlammen!).

Mein Taxi kam!! Und das auch pünktlich! Und dank meiner einwandfreien ungarischen Aussprache von „Bahnhof, bitte!“ kam ich auch genaue da an, wo ich wollte!

Nun sitze ich hier am Bahnhof und warte… In Ungarn ist es üblich, um 10 Uhr auszuchecken und in Debrecen komm ich erst um 15:00 rein. Ein früheres Einchecken hätte umgerechnet 18 Euro gekostet und für dieses Geld, mach ich heute lieber noch was anderes!!

Mal schauen, wie es mir gelingt, nachher den Koffer in den Zug zu bekommen, da die Treppen steil und schmal und der Einstieg fast hüfthoch ist, so dass ich bei der Hinfahrt fast schon dran gescheitert wäre!

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Was ein glückliches Glück, sind die langsamen Bahnen in Ungarn modern mit niedrigerem Einstieg!

Einmal hin und her im Abteil, dann das schwarze Ungetüm kurz angeliftet und ein paar Treppen hoch und schon eine 4er-Sitz-Kombination nur für mich und meinen rollenden Begleiter (den ich inzwischen wirklich zu schätzen weiß!! Er ist zwar sperrig und macht das Reisen nicht zuckersüß leicht, aber er lässt sich super rollen! Ich hoffe das bleibt auch so, denn durch das Kofferscheppen/ziehen die Bahnhofstreppen rauf und runter (in Budapest, wie in Debrecen gibt es keinen Lift!) schlagen die Rollen immer gegen die Treppenstufen und ich befürchte, da fällt demnächst mal die eine oder andere ab…aber dann seh ich weiter und mir wird schon irgendwas einfallen (davon geh ich jedenfalls aus…)) gefunden.

Wenn man/frau inklusive Sperrgepäck dann aber einen Sitzplatz gefunden hat, dann ist das Zugfahren durch Ungarn eine wirklich schöne Angelegenheit! Tolle Landschaften (meistens jedenfalls) und tatsächlich ganz anders als in Deutschland.

In Debrecen ins Taxi rein, dann ins Hotel. Gefragt, ob ich mein Gepäck irgendwo abstellen könnte und zur Antwort gekriegt, dass ich schon ins Zimmer könnte. Ja, was ein Glück, dass ich nicht den frühen Check-In bezahlt habe (wenn es anscheinend auch so geht!?).

So überrascht wie ich über die Größe des Zimmers in Szeged war, so überrascht war ich hier in Debrecen über die Kleinheit… allerdings, ist dies wirklich, Jammern auf höchstem Niveau, denn  wenn das Zimmer in Szeged nicht so eine Stadtwohnung gewesen wäre, wäre meine Erwartungshaltungen (die ich ja eigentlich ablegen wollte) nicht so groß gewesen!

Im Übrigen heißt das Hotel ja auch „Urban Hotel“ und kleine Zimmerchen sind in Großstädten, bzw. deren Hotels eben oft Usus. Und schick ist es! Ganz „urban“ halt!

Koffer ausgepackt (den ich bleibe hier ganze 5 Nächte!), Kaffee, den es hier gratis gibt getrunken und bald geht es sich mal die Stadt (Ungarns zweit größte) anzuschauen.

Da fällt mir ein: gegessen hab ich auch noch nichts…

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