Was ein Tag gestern!
Es hätte ein wirklich schöner und vor allem entspannter werden können…
Naja, hätte hätte Fahrradkette und so…
Um mal das Ende dieses unschönen Streitthemas wegen der Stornierung, vorweg zu nehmen, es hat sich jetzt erledigt! Ein paar unschöne E-Mails und SMS später (die vor allem ich von dem Vermieter bekommen habe), ständige Kommunikation (diesmal nur schriftlich) mit Agoda, die mit Booking.com (da Agoda über Booking.com gebucht hat 🤦🏼♀️)…
Ich sollte ihm (also diesem Vermieter) das Geld dann privat überweisen, da der Buchungsvorgang ja storniert worden sei…
Und warum??? Dieser Vermieter hat sich wohl auf die mehreren Anfragen von Booking.com nicht gemeldet und dann wurde storniert. Laut Vermieter bin ich der Arsch und das hat mich nicht nur sauer gemacht (Ungerechtigkeit, auch bezüglich falscher Aussagen, ist für die röteste Redflag ever!!), sondern ich bin in den Kampfmodus übergesprungen.
Ich habe versucht höflich, aber sehr bestimmt ihm mitzuteilen, dass ich weder storniert, noch ihn wegen Überbuchung (das hat er mir nämlich auch vorgeworfen) angeschwärzt habe.
So, nun will ich das abhaken, bringt ja nichts (ausser Nebensyntome) sich weiter zu ärgern!
Ich wollte, während diesem ganzen bürokratischen Kackscheiß mir dann doch noch was „zu essen“ besorgen und so bin ich ins „Aranytölsy Kávezō“.
(Glücklicherweise muss man den Namen des Cafés nicht laut aufsagen vor einer Bestellung!)
Das Essen wurde dann ein Eis, drei Kugeln (Pistazie, Schoko und Wassermelone) und Erdbeersoße.
Ich hatte einen schönen runden, gläsernen Tisch und einen Sofasessel zum Abhängen. Gemütlich hier, gefällt mir das Café! Die meisten saßen draußen, aber ich gehöre zu der Sorte Lebewesen, die dann doch, ein wenig früher als das Gros der Menschheit, zu bibbern anfängt und vom Entspannungsmodus in den Verkrampfungsmodus umspringt, in der Annahme, dass wenn ich alles im Körper zusammen ziehe, da weniger Angriffsfläche für die Kälte vorhanden wäre.
Und um solche inneren Verrenkungen zu umgehen, dann geh ich lieber gleich rein (abgesehen davon, sitze ich auch gerne drinnen und den Herbst, den mag ich auch).
Mein Eisbecher, mit laaaaaangstieligem Löffel also auf dem Glastisch vor mir.
Ein Löffel mit langem Stiel in einem, dafür doch zu kleinen, Glaseiscremeschale und ich, keine gute Kombination!
Natürlich fiel der Löffel, nachdem ich eine kurze Verzehrpause einlegen wollte und mich grade mit einem lauten Seufzer der Verzückung im Sessel zurücklehnte, mit lautem Knall (der Stiel fiel auf’s Glas, nahm dann weiteren Schwung auf, um eine Art Salto zu vollführen) und viel Eis, in flüssiger Form aus der Schale raus, ich konnte ihnen grade noch auffangen, bevor er sich über den Tischrand Richtung Boden katapultiert hätte.
Eine schoko, rosa, türkisen Schleimspur verlief über den ganzen Tisch!
Ich tat einfach mal so, als ob das ganz normal wäre und inspizierte zur gleichen Zeit mit kreisenden Augenbewegungen, ob denn irgendwo Serviette zu finden wäre.
Nach einer Kopfdrehung, die dann doch nötig war, entdeckte ich die gesuchten Mundtücher und setzte diese semi erfolgreich zum Aufwischen der Eissoße ein. Semi deshalb, weil die Flecken zwar weg waren, das Wischen allerdings eine schmierige Schicht auf der gesamten Oberfläche des Tisches hinterließ.
Nach dieser Putzaktion, ging ich nochmal in den Park um mein Buch ein paar Seiten zu lesen und beschloß dann: es langt, ein halbes Programm pro Tag ist vollkommen ausreichend. Ausserdem war bis dato, das Thema mit der Stornierung auch noch nicht ansatzweise geklärt!
Der nächste Morgen versprach ruhig zu werden…entspannt aufstehen, schick im Hotel frühstücken, Tasche für Spa in Hajdúszoboszló (auch wieder ein Wort, welches mir nicht so einfach über die Lippen geht!) und Handy nochmal schnell aufladen.
Hätte, hätte, sage ich nur, denn das Handy, ein nigelnagelneues Samsung S26 ließ sich nicht mehr laden. Jede Steckdose probiert…nichts….in Tablet reingesteckt (also das Verbindungskabel Handy-Tablet, ich habe nicht versucht das Samsung in das Tablet zu schieben!),… ahhh, das ging.
Leider ist Google bei technische Probleme oft genauso hysterisch, wie für menschlich, ins Netz eingetippte, Symptome, die dann von Lepra über Parasitenbefall gehen… in diesem Fall war es keine Grippe, aber Google meinte, es könne jetzt nur noch ein Gerätefehler sein und schickte mich zu einem „Saturn“…den es allerdings nicht mehr gab. Etwas bis etwas mehr angespannt, ging ich dann die Einkaufsstraße entlang, sah einen Media-Markt, der mir nicht von GoogleMaps angezeigt wurde und ging zum Serviceschalter.
Der junge Mann war alleine, so dass ich etwas warten musste, was mir aber die Gelegenheit bot zu atmen, vertrauen und die Situation anzunehmen, wie sie ist (was mir eher kläglich gelang).
Ich kam dran, erklärte ihm mein Problem, er nahm mein Gerät, steckte es in einen Charger und…es ging!!!
Ob er da ein „magical charger“ hätte, fragte ich, er sagte „I don’t think so“, worauf ich „I am so relieved“ antwortete und im ein befreites, ziemlich lautes Lachen fiel, dass sich der ein oder andere Kunde, der sich um diese Uhrzeit schon im Laden befand, umdrehte.
Ich kaufte dann noch ein Ersatzladegerät, kann ja nicht schaden, und lief, immer noch lachend zurück, bis mir schlagartig bewusst wurde, was das Problem ausgelöst hatte und ein lautes „Ohhhh, Anke“, begleitet von Kopfschütteln dies untermauerte.
Wahrscheinlich hatte ich die Zimmerkarte im Hotel nicht fest genug in den Stromversorgungsschlitz gesteckt.
Das werde ich gleich ausprobieren, wenn ich zurück bin…
„Gleich“ zog sich allerdings dann doch noch etwas in die Länge, da ich meine Schlüsselkarte nicht gefunden habe!
Ich glaube „Anke und Schlüssel/Schlösser“ wird noch ein abendfüllendes Kapitel!!
Ich suchte und suchte, leerte den ganzen Rucksack aus…nix!
Plötzlich fiel mir ein, dass der Umschlag der Karte ja gar nicht weiß, sondern schwarz war und sich meine Suche auf „weiß“ konzentriert hatte.
Uff, gefunden! Zum Zimmer…davor gehalten…nix…
Ich schlug den Umschlag auf und…er war leer, die Karte war nicht drin. Na so, kann die Tür ja gar nicht aufgehen!!!
Ich nach unten, dem netten Hotelangestellten erklärt, dass ich wohl vor lauter lauter den Schlüssel im Zimmer vergessen hätte. Kein Ding, Ersatzschlüssel erhalten, Tür auf, Schlüssel da, Anke fertig!
(Und Handy läd auch im Zimmer!)
Und nun sitze ich in einem recht vollen Spa-Thermebereich in Hajdúszoboszló in der Puszka und versuche, den restlichen Tag so langweilig wie möglich zu gestalten!
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