Das der Tag doch ein wenig anders verläuft als eigentlich vorgesehen, ist der Tatsache geschuldet dass… es waren um die 4 bis 6 Gläser zuviel Wein.
Nach den Thermen gestern war ich tiefenentspannt. So entspannt, dass ich „einfach“ in einen Bus stieg, auf dem „Debrecen“ stand (anstatt Stadtbus, Bahn und Straßenbahn zu nehmen) in der Hoffnung, dass ich auch da ankomme. Das tat ich auch und dank GoogleMaps kam ich auch im Hotel an.
Geduscht, Haare gewaschen, noch etwas gechillt, dann raus ins Leben und was Leckeres zum essen zu finden.
Das ist vorher in den komplett falschen Straßen gesucht habe, musste ich feststellen, als ich in einer der richtigen stand. Eine Bar, neben Restaurant, neben Bar neben der anderen.
Ich suche mir ne Schöne raus, setzte mich raus an einen Tisch und, da die Küche erst in einer halben Stunde aufmachen würde, bestellte mit zur Überbrückung einen Cocktail.
Dann kam das Essen, diesmal etwas wirklich typisch ungarisches: frittierten Käse mit Pommes und Sauce Tatare. Dazu bestellte ich ein Glas Wein und ein Wasser.
Bekommen habe ich ein Glas mit Wein im Wasser, also eine Weinschorle. Naja, spart Abwasch.
Es wurde immer voller und voller, fast nur Männergruppen und als die Gruppe neben mir plötzlich deutsch anfing zu reden (besser ausgedrückt: bayrisch), fing ich an, ab und zu bei den Themen, ungefragt meinen Senf dazu zu geben (natürlich, wie immer metaphorisch gesprochen!).
Da ich eh mitredete, luden sie mich dann auch an ihren Tisch ein.
BMW hat in Debrecen ein neues Werk aufgemacht und es sind nun an die 1000 Deutsche vor Ort, um den Laden zum laufen zu bringen.
Es hat viel Spaß gemacht, bis es auf einmal politisch wurde.
Über „Als Frau kannst du nicht mehr alleine nachts über den Bahnhof gehen“ zu „das sind Dinge, die darf die Presse nicht schreiben, deshalb erfährt das auch keiner“ und „Windräder taugen nichts, stehen eh immer nur still“
Ich war natürlich nicht still, aber da redest Du Dir ja den Mund fusselig!!
Hab mich dann zuletzt zu 2 Engländer, die noch dazu gestoßen sind, aus Oxford gesetzt. Die waren meiner Meinung oder widersprachen mit wenigstens nicht.
Der eine sagte „I really like your way of pronunciation“… ich bin mir nicht mehr sicher, ob er noch ein „it’s funny“ dahinter gesetzt hat…
Dann war ich auf dem Klo und als ich wieder kam, waren alle weg.
Der Rückweg war übel, musste kurz Pause auf ner Bank machen. In welcher Sprache die Unterhaltung mit den Obdachlosen dort war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern…
Und heute, heute geht gar nichts, ich bleib im Bett und leide! Und harre der Dinge, die da morgen kommen.
Langer Abend, kurzer Blogeintrag…ist halt manchmal so!
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