Also, Kochen kann man das jetzt nicht so richtig nennen, was ich da gestern „fabriziert“ habe und geschmeckt hat es nun nicht sternemäßig, aber Käsetortellini mit Sauce all’arrabbiata, Sahne und noch ein paar rote Linsen dazu gefügt…Es hat gesättigt (und ich hab auch noch was für heute Abend übrig…na juchu… da hab ich ja was, auf dass ich mich freuen kann!)!
Danach, eher voll und schwer, als Nährstoff reich aufgefüllt, habe ich zweieinhalb Stunden mit Norddeutschland telefoniert, mit Anja.
Ein ungarisches Bierchen dazu (hat schon wieder fast, aber auch nur fast geschmeckt) und nach einigen Anläufen des Wiederfindens der laut ausgesprochen Muttersprache, tat der „Kontakt mit der Außenwelt“ mal wieder so richtig gut!
Frisch und froh bin ich nun in den Sonntag gestartet, da die Kaffeemaschine kaputt ist, habe ich mir einen „Coffee to go“ beim Bäcker geholt (auch der Laufkaffee ist krass stark in Ungarn) und ihn mit zwei selbstbelegten Käse-ungarische Salami-Sandwiches zum Frühstück verzehrt.
Sachen packen für eine kleine Bahnfahrt, (das Übliche, was ich dann mit mir rumschleppe und wahrscheinlich gar nicht brauche… allerdings zeigte die Vergangenheit schon oft genug: wenn es vergessen wurde, dann hätte (!) ich gebraucht) mit der Nostalgie-Bahn geht’s in den Wald…oder so, ich lass mich einfach überraschen!
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So, jetzt sitz ich drin in der Miskolc’schn Eisenbahn. Zugig (im wahrsten Sinne des Wortes) wird es wahrscheinlich, da die Abteile offen sind. Aber! Ich hab diesmal wirklich „alles“ eingepackt…sogar einen Schal!
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Schal habe ich nicht gebraucht, denn es war weder zugig, noch war die Fahrt bahnbrechend schnell (kleiner Schenkelklopfer am Rande).
Eine schöne Fahrt, ca. 70 Minuten, mit vielen Menschen (klar, Sonntag und 25 Grad) auf harten Holzsitzen, die die Pomuskulatur so richtig beansprucht haben (dafür gehen andere ins Fitness-Studio).
Der Ziel-bzw. Endstopp der Bahn, lag mitten im Wald und nicht die Tatsache, dass es weder Handy-noch Internetz gab (was irgenwelche „Spontan-frei-nach-Schnauze“-Wanderungen, auf Grund meines, nicht allzu ausgeprägten Orientierungssinn, nicht unbedingt attraktiv machten), sondern der Fakt, dass der wesentliche Angelpunkt an dem Bahnhof, ein riesiger Spielplatz war, neben einem kleinem Restaurant, wohin die Familien dann einkehrten.
Dies empfand ich als noch unattraktiver als im Wald verloren zu gehen, also setzte ich mich zurück auf die Holzbänke und stieg in Lillefüred aus.
Dort angekommen drehte ich mich, intuitiv in eine Richtung und lief los.
„Seilbahn“ stand da plötzlich ausgeschrieben. O.k., Seilbahnen sind nicht meine Favoriten, aber gut, ich werde ja wohl nicht ohne Grund hierhin gelaufen sein!(?)
Vor der Seilbahn kam allerdings noch was anderes, nämlich: „Tropfsteinhöhle“ war zu lesen. Hmmmm, also im Gegensatz zu Tropfsteinhöhlen sind Seilbahnen doch „Disney Land“ (welches ich bedingungslos liebe!).
Leider, leider (und dies „leider“ ist abgrundtief ironisch) ging die Tour durch die Höhle grade los und ich hatte kein Ticket.
Zwischendurch musste ich nochmal kurz einen Essensstopp einlegen (manchmal hab ich das Gefühl, dass sich die Reise vor allem um Essen dreht…).
Danach frohen Mutes zur Seilbahn!
Die Seilbahn stellte sich allerdings als 2er Sessellift raus, was dem Ganzen ein etwas anderes Geschmäckle gab.
Im Winter mit Skien unter den Füßen (was tatsächlich nicht sehr oft vor kommt)… irgendwie fühlt sich das besser an!
Also schön, nicht lange drüber nachgedacht, Ticket gekauft und rauf!
Und rauf und rauf und rauf und rauf…im Schneckentempo ging es eine gefühlte (oder tatsächliche) halbe Stunde nach oben.
In der Zwischenzeit gingen mir Dinge wie „Lifte, die für mehrere Stunden plötzlich anhalten“, „ja nicht Handy oder Brille oder beides fallen lassen“, „ich bin ausgeliefert, ich komme nie irgendwo an“, „was, wenn ich jetzt auf’s Klo muss“ und noch ein paar weitere höchst motivierenden Gedanken durch den Kopf.
Jetzt bin ich oben (wo auch immer) und werde gleich den, nicht enden wollenden Weg gen unten wieder antreten.
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