Wo ist die Zeit nur hin???

Vor 4 Wochen bin ich nach Budapest geflogen. Die ersten 2 Wochen haben sich eeeewwwig angefühlt. Aber im positiven Sinne, so als ob meine Reise niemals enden „muss“.

Und nun zack…ist meine Ungarn-Zeit schon vorbei!

Budapest, Balaton, Szeged, Cegléd, Debrecen, Miskolc, Eger, Györ und gestern noch Vescés… es war eine unglaublich tolle, bereichernde, wunderbare und faszinierende Zeit, in der ich das Land, die Geschichte und nicht zu Letzt, auch mich ein wenig mehr erfahren und kennenlernen durfte.

Und während ich das schreibe, am Flughafen Liszt Ferenc in Budapest, meinen großen Café Latte noch zur Hälfte vor mir und den, völlig übertrieben, gefüllten, süßen Scotch-Donut schon gegessen… da kommen mir in ganz melancholisch und wechseljährischer Manier, die Tränen.

Ungarn stand nie auf meine „Prioritäten-To-Do-(oder -To-See)List“.

Als meine Auswahl auf dieses Land fiel, war ich selber überrascht!!

Meine, rein intuitive, Reisezielführung hat mich freilich nicht enttäuscht: ich habe mich ein klein wenig in dieses Land und dessen Bewohner verliebt (und die Augen werden dabei feucht und das Display verschwimmt…).

Und gestern Abend hatte ich noch mal einen würdigen Abschluss. Nach dem „Friedensrat“ mit meinem Nervensystem und mir, haben wir beide uns darauf geeinigt, dass es schon doof wäre, dieses „Sauerkraut-Festival“, welches mir, ja förmlich, vor die Füße gelegt wurde, nicht noch mitzunehmen.

Das Festival war riesig, überall roch es noch Kraut, viele Trachten waren zu sehen und in einem der Festzelte wurde Volksmusik (später auch mit deutschem Gesang) gespielt und die Menschen tanzten ausgiebig und ausgelassen.

Vecsés ist in ganz Ungarn für sein Sauerkraut bekannt. Das Vecsési Káposztafeszt und die Festzeltmusik(en) haben ihre Tradition aus dem 18. Jahrhundert, als hier viele Donau-Schwaben angesiedelt wurden und ihre Traditionen mit den Ungarischen vereint haben.

Ich hab ein wenig von dem Rosé-Wein aus der Umgebung probiert und eine riesen Portion Krautwickel mit Sauerkraut gegessen (Töltött Káposzta).

Gesättigt und beglückt, dass ich tatsächlich noch mal einen so herzlichen Abschluss hatte, ging ich in mein kleines Airbnb-Zimmer zurück und, nach einer (mit seltsamen Träumen und noch seltsameren Zwischen-Wach-Phasen) eher kurzen Nacht sitze ich nun (inzwischen wieder mit trockenen Augen) am Flughafen und warte auf meinen ersten Flug heute.

Ich fliege mit Condor nach Frankfurt, habe dort ein paar viele Stunden, um dann in die Turkish Airlines-Maschine nach Istanbul einzuchecken.

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Jetzt bin ich schon eingecheckt für Istanbul und in einer Stunde ist Boarding!

Und, dass die Zeit wie im Fluge (wobei, Flüge sich manchmal ja richtig lang anfühlen…eigentlich eine sau-doffesä Metapher) verging, verdanke ich Sandy (Sandra), die mich auf meiner Reise besucht hat (am Flughafen Frankfurt) und mit mir über 4 Stunden verbracht hat.

Und wo ich schon mal dabei bin: ich sende fette Umarmungen und ganz viel Liebe an all die tollen Menschen, die mich (auf jeglicher Art und Weise) auf meinem Abenteuer begleiten!!

Ohne Euch wär es nur halb so schön 🥰!!

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