Noch einmal nördlicher soll es sein…

Heute fahren mein Koffer und ich nach Asahikawa.

(„Asahikawa liegt etwa 0,72 Breitengrade (bzw. rund 43 Bogenminuten) weiter nördlich als Sapporo.

Geografische Daten im Vergleich

• Sapporo: liegt auf ca. 43° 03′ 44″ N (43,06° N)
• Asahikawa: liegt auf ca. 43° 46′ 14″ N (43,77° N)
• Entfernung in Nord-Süd-Richtung: Das entspricht einer geographischen Verschiebung von ungefähr 79 bis 80 Kilometern auf direktem Weg nach Norden.
• Reiseentfernung: Zwischen den beiden Städten sind es etwa 135 bis 138 Kilometer Straßen- bzw. Zugstrecke (ca. 1 Stunde 27 Minuten mit dem JR-Express).“)   (Quelle: Google)

Gestern, mein letzter Tag in Sapporo habe ich, fußtechnisch, nochmal richtig losgelegt und bin um die 8 Kilometer durch die Stadt gelaufen.

Erst in den Ōdōri-Park, um festzustellen, dass ich mir mehr davon versprochen hatte und, da da (da, ich lieb Dich nicht, Du liebst mich nicht…) plötzlich ein Fernsehturm vor mir stand, dachte ich mir, warum nicht gleich hoch da!?

Das Wetter war fantastisch (kalt, aber sonnig und klar) und da ich Sapporo den Tag davor im Schneesturm von oben gesehen habe, wäre dies doch schöner Kontrast!

Oben hat es ganz schön geschwankt, doch der Ausblick war weit und breit und besser als vom Riesenrad!

Wieder unten angekommen und den Gleichgewichtssinn erneuert eingestellt, machte ich mich auf den Weg ins „Sapporo Bier Museum“. GoogleMaps sagte an, dass es eine halbe Stunde zu Fuß wäre…also los!

Die digitale Karte war sich wohl selbst nicht einig und änderte viele Male die Meinung, in diesem Fall meine Route.

Irgendwann stand ich an der Messe (?), musste durch Fußgängertunnel unter riesigen Straßen durch und Straßen ohne Ampel (und das in Japan) überqueren.

Was mir allerdings schon aufgefallen ist, ist dass der Mensch in Sapporo etwas gelassener mit einigen Regeln umgeht.

Da wird schon mal ne rote Ampel übersehen (als Fußgänger) oder es wird geraucht, wo es nicht explizit erlaubt ist. Rauchen ist nämlich in Japan, nur in Raucherbereichen, die ausdrücklich beschildert sind, erlaubt. Überall anders (Straßen, vor Restaurants, Terrassen) ist qualmen streng verboten, man muss nach den Ecken (meistens Container aus Glas) suchen!

Das „Bier-Museum“ scheint sehr beliebt zu sein! Es war voll (!!) und das an einem stinknormalen Donnerstag.

Ich wollte wissen, ob das „normal“ ist und fand das hier heraus:

„Das Sapporo Biermuseum (Sapporo Beer Museum) ist aus mehreren Gründen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt:
• Einzigartigkeit in Japan: Es ist das einzige reine Biermuseum des Landes, das sich der Geschichte der Bierbraukunst widmet.
• Historische Architektur: Das Museum befindet sich in einem charmanten, denkmalgeschützten roten Backsteingebäude aus dem Jahr 1890 (aus der Meiji-Zeit), das ursprünglich als Zucker- und Mälzerei diente.
• Verbindung zur Stadtgeschichte: Sapporo und die gleichnamige Brauerei sind untrennbar miteinander verbunden; das Bier spiegelt die rasante Erschließung und Pionierzeit Hokkaidōs ab 1876 wider.“  (Quelle: Google)

Da alles nur auf Japanisch war, bekam ich ein Smartphone und Kopfhörer in die Hand und wurde bestimmt 40 Minuten mit Geschichten und Hintergrundwissen (auf englisch) versorgt, dass es fast schon unfähr den Japanern gegenüber war… wobei, die hatten noch die Möglichkeit, einen langen Film, über all das, im Bier-Kino anzusehen. Also…ausgeglichen würde ich sagen!

Beim Rückweg hat GoogleMaps sich die die gleichen Scherze wie beim Hinweg erlaubt und die Fußreisezeit bis zum Hotel schwankte stehts zwischen 54, 59 und „was auch immer“ Minuten und auch die Route änderte sich stetig.

Auf jeden Fall war der Rückweg lang und müssig (ich hätte ja auch die Öffentlichen nehmen können!!) und da ich am Ufer des Toyohira lang geschickt wurde, wurde es auch bald zugig ums Ohr.

Für den Nachmittag und Abend war wieder Lawson Station angesagt und ich packte mich mit Fressutensiilien nur so ein und voll!

Ich ließ sogar die Weinverkostung Weinverkostung sein, holte mir mein Tablet, hüllte mich in eine Decke ein, schaute „Phantastische Tierwesen…“ und mampfte vor mich hin! (Und tatsächlich hätte ich nochmal das doppelte verdrücken können!)

Und nun sitze ich im Limited Express Zug nach Asahikawa…und allein wegen der Zugfahrt, bzw. der Kombination von Festerplatz, Aussicht und Wetter, hat die Fahrt schon lohnend gemacht!

Und auch, wenn ich es schon erwähnt habe: ich bin so glücklich, dass ich es tatsächlich bis nach Hokkaido geschafft habe!! Definitiv werde ich auf diese Insel des Landes nochmal zurück reisen und sie länger besichtigen!!

Mein absolutes Japan-Highlight ❤️❤️❤️!!

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