…und deshalb bin ich auch schon um 15:00 auf dem Zimmer, im Nachthemd und schaue den letzten Teil der „Phantastische Tierwesen“.
Nachdem ich gestern meinen Koffer im Hotel untergestellt hatte, bin ich die 20 Minuten + zum Bahnhof gelaufen, habe mir mein Zugticket für Mittwoch geholt (hier musste man sich eine Wartemarke ziehen und warten (klar, erschließt sich bei dem Namen!), was ich am Anfang nicht gewusst habe. Allerdings beobachtete ich während des Wartens, einige Japaner*innen, denen das System auch nicht so vertraut war!), ging ich zum Busbahnhof, um in den „Loop-Sightseen“- Bus zu steigen, da ich mir mal die Stadt ansehen wollte. Allerdings wurde der Bus so vollgestopften, dass ich stehen musste, irgendwann auch Richtung Mitte gedrängt wurde, was mir nicht unbedingt die beste Aussicht verschaffte! Da es sich aber um einen Hopp-On-and-Off-Bus handelte (nicht für mich, ich wollte nicht hoppen) ergatterte ich, bei der nächstmögliche Gelegenheit mir den Platz von eben Offgehoppsten.
Viel zu sehen gibt es in der Stadt, vielecZiele wurden angefahren…ich habe mich schon im Stillen für „weniger und anderes“ entschieden.
Nach der „Stadtrundfahrt der etwas anderen Art“, durchquerte ich die Straßen rund um den Bahnhof, für einen Matcha-Latte kehrte ich nochmal im „Starbucks“ ein und bestellte mir dazu einen „Gedeckten Apfelkuchen“. Mag ich eigentlich und wirklich so überhaupt gar nicht (also Äpfel!!), aber irgendwas trieb mich dazu…eventuell das Verlangen nach Vitaminen (im warmen Kuchen eventuell nicht mehr ganz so präsent…aber ich habe sie, neben dem Zimt, schon rausgeschmeckt (die Vitamine)!).
Das alle hier viel aufgeschlossener sind, fiel mir auf! Kein, oder wenig, englisch, aber jede*r wollte mit mir sprechen, ein alter Mann auf der Straße verbeugte sich sogar tief vor mir!!
Meine Konversationen sind hier tatsächlich nur auf „japanisch“, meistens weiß ich was die Menschen meinen und sage „Hei“… wobei auch wirklich hier, alle einfach „weiterquatschen und erklären“, auch wenn sie mitbekommen, dass ich nichts verstehe…aber dafür lachen wir dann immer und das verbindet ja auch!
Abends gab ich meine Wäsche im „Wash and Fold“ ab (auch hier nur Japanisch und viel Lachen…allerdings wurde die Übersetzer-App noch eingesetzt) und danach ging ich essen.
Das war sooo verdammt lecker!!
Ich bin in ein japanisch-italienisches Fusion-Restaurant gegangen und hatte, neben kalten Rotwein (ist anscheinend immer kalt in Japan!?) Ikasumi-Pasta mit Camembert und Meeresfrüchten in Tomatensauce…der Hammer!!
Glücklich ging ich wieder ins Hotel und schlief nachts fast durch…wow!
Heute wollte ich ins Sensai Aquarium (warum schon wieder ein Aquarium… keine Ahnung…jedenfalls fand ich es noch beengter als das in Sapporo) und danach ins „Nakamoto Seishi Contemporary Art Museum“… eine Strecke von insgesamt 32 Kilometern. War mir vorher nicht bewusst…aber selbst wenn, ich hätt es trotzdem so gemacht.
Die erste Strecke bin ich mit dem Bus gefahren. Zirka 40 Minuten Richtung Hafengebiet.
Kurz vor dem Aquarium (von der Bushalte nochmal 15 Minuten laufen) wurde erstmal (herzhaft, nämlich: Gesunder Wurzelgemüse- & Mehrkorn-Doria“ (ヘルシー根菜雑穀ドリア – ヘルシー根菜雑穀ドリア /… äußerst lecker!) gefrühstückt!
Morgen ist Feiertag (Tag der Kultur (Bunka no Hi)) und deshalb war im Aquarium auch viel los… Brückentag!
Und da war sie wieder…die Anke im Aquarium. Dieses Mal war ich richtig schockiert!
Hammer-Haie in einem runden Becken ohne jegliches Irgendwas, Robben, die richtig fett waren, weil sie keinen Platz zum Schwimmen hatten, Muränen, zusammengefärcht, dass ihnen jeder Platz zum Verkriechen gefehlt hat, Delphin-Shows und junge Pinguine, abgezäunt von der Kolonie, apathisch Schildkröten und Riesenfische in einem Aquarium, das so groß war, wie der Fisch lang!
Ich weiß noch nicht „warum“ ich überhaupt da drin war, vielleicht komm ich ja irgendwann noch drauf!?!
Danach wollte ich ins „Nakamoto Seishi Contemporary Art Museum“. Ich schaute nach bei GoogleMaps und las, dass das mindestens 2 Mal umsteigen und über eine Stunde Fahrtzeit wäre!
Nein und doppelt nein! Also, nicht zu meinem Ziel, sondern, zu der Fahrt mit den Öffentlichen! Da es auch wieder stärker zu regnen anfing und ich nun wirklich keinen Nerv auf mehrfaches Fahrzeugwechseln hatte, rief ich ein UBER und entschied mich, gegen Stress und für Bequemlichkeit!
Die nette Fahrerin konnte tatsächlich ein paar Worte englisch und, obwohl es nicht viel war, redete sie, verhältnismäßig viel mit mir! (Die Leute in dieser Stadt sind einfach „anders“!)
Und hier stoppe ich, in der Tat, auch für heute…ich bin so kaputt, dass selbst die Tippbewegungen der Finger, zuviel der Bewegung ist!
„Ki o tsukete“ und bis morgen!
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